Was einst ein abgeschottetes Industrieareal war, soll bald zu einem lebendigen Treffpunkt für die Bevölkerung werden. Mit dem Projekt Seeuferpark steht Uetikon am See vor einer wegweisenden Entscheidung. Am 8. März 2026 stimmen die Stimmberechtigten über einen Objektkredit von 40,3 Millionen Franken ab. Darin enthalten sind ein neuer öffentlicher Park und die Neugestaltung des Hafens direkt am Zürichsee.
Früher Chemieareal
Das ehemalige CU-Areal umfasst rund 65'000 Quadratmeter Land in einmaliger Lage. Seit 2017 arbeiteten Kanton, Gemeinde und Bevölkerung gemeinsam an einer Vision für das Gebiet. Informationsveranstaltungen, Workshops und Abstimmungen zeigten früh, dass eine Entwicklung hinter verschlossenen Türen nicht infrage kam. Die breite Beteiligung zahlte sich aus und über 80 Prozent der Teilnehmenden bewerteten die Resultate positiv.
Der Masterplan
2019 wurde der Masterplan vorgestellt, der klare Leitlinien für Bebauung, Freiraum und Nutzung definierte. Besonders gut aufgenommen wurden der grosszügige Seeuferpark mit durchgehendem Zugang zum Wasser sowie die Verbindung zum Dorf durch neue Fusswege und eine Passerelle. 2021 stimmte die Gemeindeversammlung dem Gestaltungsplan mit überwältigender Mehrheit zu.
Vielseitiger Seeuferpark
Der neue Seeuferpark soll sich über 800 Meter entlang des Zürichsees erstrecken und unterschiedliche Zonen vereinen. Historische Industriebauten wie die Orangerie werden integriert und neu genutzt. Ein durchgehender Seeuferweg, Badesteg, Hafenanlage und ökologische Aufwertungen machen den Park zu einem Ort für Erholung, Begegnung und Naturerlebnis.
Nachhaltigkeit und Verantwortung
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist der sorgfältige Umgang mit Altlasten aus der industriellen Vergangenheit. Die Sanierung erfolgt gezielt und umweltgerecht, mit Fokus auf Natur- und Gewässerschutz. Gleichzeitig wird die Biodiversität gefördert, etwa durch Flachufer, neue Lebensräume im Wasser und ein vielfältiges Baumkonzept.
Kosten und Entscheidung
Die Investition von 40,3 Millionen Franken umfasst Park, Hafen, Gebäude sowie den Landübertrag ins Verwaltungsvermögen. Finanziert wird das Projekt vollständig durch den Verkauf von Bauland an eine private Investorin. Langfristig rechnet die Gemeinde mit zusätzlichen Steuereinnahmen und einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität.
Der Gemeinderat und die Rechnungsprüfungskommission empfehlen ein Ja zur Vorlage. Nun liegt es an den Stimmbürgern von Uetikon am See, über die Zukunft ihres Seeufers zu entscheiden.