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Zollikon
07.01.2026
08.01.2026 06:16 Uhr

Nein zur Deponie Brunnenwisen

Der Gemeinderat Zollikon lehnt eine Nutzung des Gebiets als möglichen Deponiestandort entschieden ab. Bild: zollikon.ch
Der Gemeinderat Zollikon wehrt sich weiterhin entschieden gegen den geplanten Deponiestandort Brunnenwisen im Zollikerberg. Er kritisiert den Entscheid des Regierungsrats scharf.

Ende November 2025 veröffentlichte der Zürcher Regierungsrat eine Liste mit 19 möglichen Standorten für neue Abfalldeponien sowie Erweiterungen bestehender Anlagen. Darunter befindet sich auch der Standort Brunnenwisen im Zollikerberg. Der Gemeinderat Zollikon hatte gegen dessen Aufnahme in den kantonalen Richtplan bereits Einwendung erhoben und zeigte sich vom Entscheid überrascht.

Kritik an Ausschlusskriterien

Nach vertiefter Prüfung sieht der Gemeinderat gravierende Mängel im Vorgehen des Kantons. Besonders kritisiert wird der Umgang mit den ursprünglich klar definierten Ausschlusskriterien des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Diese sehen unter anderem einen Mindestabstand von 100 Metern zu Siedlungsgebieten sowie den Schutz von Lebensräumen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten vor. Laut Bauvorstand Dorian Selz seien beide Kriterien beim Standort Brunnenwisen nachweislich nicht erfüllt.

Summarisch behandelt

Weiter bemängelt der Gemeinderat, dass Einwendungen von Anwohnenden, lokalen Interessensvertretungen und der Gemeinde selbst lediglich oberflächlich beantwortet worden seien. Zentrale Fragen würden auf eine spätere Umweltverträglichkeitsprüfung verschoben. Bauvorstand Selz kritisiert dieses Vorgehen deutlich und spricht von einem nachträglichen Verschieben der Spielregeln.

Entscheidung steht bevor

Als nächster Schritt wird sich der Kantonsrat mit den vorgeschlagenen Deponiestandorten befassen und über deren Festsetzung im Richtplan entscheiden. Zuvor wird das Geschäft in der kantonsrätlichen Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt beraten. Der Gemeinderat Zollikon kündigt an, die politischen Gremien sachlich und fundiert über die Situation am Standort Brunnenwisen zu informieren.

Austausch mit Bevölkerung 

Parallel dazu bleibt der Gemeinderat im Dialog mit der Bevölkerung sowie mit Interessengruppen, die sich bereits an runden Tischen eingebracht haben. Ziel sei es, das Naherholungsgebiet Brunnenwisen zu schützen und die Interessen der Zolliker Bevölkerung weiterhin konsequent zu vertreten.

Gemeinde Zollikon/ Goldküste24