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04.01.2026
04.01.2026 18:32 Uhr

Sechs Schwerverletzte im Unispital

In Crans-Montana ist die Silvester-Tragödie allgegenwärtig. Bild: Keystone SDA
Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana ermittelt die Walliser Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber, während Spitäler wie das Unispital Zürich um das Leben von Schwerverletzten kämpfen.

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat ein französisches Ehepaar angeklagt, das die Bar «Le Constellation» betreibt: fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst.

Laut Ermittlern sollen Wunderkerzen an Champagnerflaschen die Decke in Brand gesetzt haben. Auch der angebrachte Lärmschutzschaum steht im Fokus.

Trauer in der Schweiz

Am Samstagabend hielten rund 1’500 Menschen eine Andacht in der Kirche von Lutry VD. Am Sonntag wird der Bischof von Sitten eine Messe in Crans-Montana feiern, gefolgt von einem Gedenkmarsch. Vier der Todesopfer – Jugendliche und junge Erwachsene – wurden bisher identifiziert.

Psychologische Betreuung

Trotz der Tragödie nehmen die Walliser Schulen den Unterricht wieder auf. Psychologische Unterstützung und Gesprächsräume werden für Schülerinnen, Schüler und Studierende eingerichtet, um Trauer und Emotionen aufzufangen.

USZ als zentrale Anlaufstelle

Das Universitätsspital Zürich spielt eine Schlüsselrolle bei der Behandlung der Schwerverletzten. Fünf minderjährige Brandopfer liegen im künstlichen Koma, zahlreiche operative Eingriffe sind nötig.

Am Neujahrstag wurden zeitweise 16 Personen im USZ behandelt; sechs Schwerstverletzte verbleiben dort, sieben weitere werden ausgeflogen. Auch das Kinderspital Zürich ist in die Versorgung involviert. Parallel werden im Unispital Lausanne 22 Schwerverletzte betreut.

Thomas Renggli