Über 300 begeisterte Zuschauer füllten den Gemeindesaal zur Premiere. Unter ihnen befand sich auch die 82-jährige Bühnen-Koryphäe Franz Hohler. Warum besuchte er diese Vorstellung? «Ich bin seit Jahren ein Freund der Zürcher Kammeroper. Mir gefällt besonders die Wahl von ausgefallenen und seltenen Kompositionen und die hohe Qualität der Produktionen.»
Enormes Spektrum
Dass Musik von Gaetano Donizetti nicht nur spritzig und lieblich sein kann, zeigte diese wundervolle Produktion. Die italienischen Texte bei den Arien waren oft derart schnell, dass sie wie Koloraturen wirkten. Beim Zuhören war man oft verblüfft, wie lange und schwierig diese Stücke waren.
Eine lange Vorbereitungszeit und harte Arbeit waren für alle notwendig. Angefangen beim Regisseur Paul Suter, langjähriger Regisseur und Produzent bei verschiedenen Musiktheatern und am Opernhaus Zürich, der das Stück zusammenstellte, deutsche Texte einfügte und schliesslich ein spektakuläres Stück zusammenfügte, über die Lichteffekte durch Markus Brunn bis zu den Kostümen durch Monika Schmoll. Die Produktionsleitung liegt in den Händen von Matthias Lorenz-Binondo.