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Gesundheit
19.07.2022

In Glarus Süd wird das Trinkwasser knapp

Wassersparmassnahmen in Glarus Süd: Damit die Dörfer von Luchsingen bis Linthal weiterhin genügend Trinkwasser haben, wurden die Dorfbrunnen vorsorglich abgestellt. Bild: Glarus Süd/ HR. Forrer
Die Gemeinde Glarus Süd bekundet Mühe, die Dörfer von Luchsingen bis Linthal mit genügend Trinkwasser zu versorgen. Bauvorhaben blockieren einige Quellen, dazu kommt das anhaltend trockene Wetter.

Die Gemeinde ruft die Bevölkerung nun auf, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen.

Bauarbeiten, welche die Trinkwasserversorgung einschränken, finden in Luchsingen und in Linthal statt, wie die Gemeinde Glarus Süd am Dienstag mitteilte. In Luchsingen wird das Kraftwerk im Brunnenberg erneuert. Weil die Arbeiten in Quellschuztzzonen stattfinden, wurden Quellen vom Netz genommen, um sie vor Verunreinigungen zu schützen.

In Linthal wird direkt an der wichtigsten Quelle der Ortschaft gearbeitet. Die über hundertjährige Ableitung der Quelle Fruttmatt wird repariert, das Wasser kann deshalb bis in den Herbst hinein nicht genutzt werden. Die übrigen Quellen des Dorfes genügen nicht, um Linthal mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen.

Wasser aus Nachbardörfern

Luchsingen und Linthal werden zur Zeit aus Nachbarortschaften mit Wasser versorgt. Es handelt sich um Hätzingen, Diesbach und Rüti. Damit den Dörfern das Trinkwasser nicht ausgeht, legte die Gemeinde vorsorglich die Dorfbrunnen trocken.

Zudem ruft sie die Bevölkerung auf, beim Verbrauch von Wasser zu sparen. Bereits eine minimale Pflanzen- oder Gartenbewässerung sowie ein Schwimmerventil bei Laufbrunnen und Stetsläufen in der Landwirtschaft könnten erfolgreich mithelfen, die Wasserknappheit zu entlasten, schrieb die Gemeinde.

Keystone-SDA/Goldküste24