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Gesundheit
17.07.2022

Zecken: So kann man sich vor den Spinnentieren schützen

Sind Zecken noch nicht vollgesogen, sind sie nur etwa stecknadelgross. Bild: Der Lebensraum der Zecken breitet sich in der Schweiz aus. Bild zvg
Sie lauern am liebsten in Wiesen, an Waldrändern und im Gebüsch. Zecken, auch Holzbock genannt, sind nicht nur lästig, sie übertragen auch Krankheiten. Mit ein paar Tricks kann man sie sich vom Leib halten.

Am liebsten stechen sie im Frühling und Herbst, aber auch aktuell sind Zecken fleissig unterwegs. Wer im Wald campiert, durchs Gebüsch streift oder auf Feldwegen joggt, wird ihnen über kurz oder lang begegnen. Ihr Stich tut zwar nicht weh, aber eine vollgesogene Zecke ist für die wenigsten ein schöner Anblick. Und viel wichtiger: Die Spinnentierchen übertragen diverse Krankheiten. Die wichtigsten beiden sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt.

Krankheitsrisiko 

FSME wird von Viren ausgelöst und bedeutet eine Entzündung von Hirnhaut und Gehirn. Die Krankheitssymptome erstrecken sich von leichten grippe-ähnlichen Symptomen bis zu schweren Verläufen mit bleibenden Schäden am zentralen Nervensystem oder gar tödlichen Folgen. Ein Medikament gibt es dagegen nicht. Allerdings kann man sich gegen die Krankheit impfen lassen.

Borreliose hingegen wird durch Bakterien ausgelöst. Das Krankheitsbild variiert von Mensch zu Mensch, darum ist die Diagnose nicht immer einfach zu stellen. Typisch für eine Infektion mit Borrelien ist die «Wanderröte», eine ringförmige Hautrötung, die meistens dort auftritt, wo die Zecke zugestochen hat. Sie tritt aber nur bei rund der Hälfte aller Infizierten auf. Weitere Symptome sind unter anderem grippeähnliche Beschwerden, Gelenkschmerzen, Herzbeschwerden, neurologische Ausfälle, psychische Probleme.Eine Impfung gibt es gegen Borreliose nicht – dafür kann die Infektion mit Antibiotika behandelt werden. 

Auf der Zecken-App, die gratis heruntergeladen werden kann, finden sich Informationen, welche Gebiete hohe Risiken bergen, von einer Zecke gestochen zu werden und sich mit FSME anzustecken. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erstellt jedes Jahr einen Lagebericht in Bezug auf Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten. Dieser lässt sich online einsehen. 

Der beste Schutz vor Zecken-Krankheiten ist immer noch, sich nicht stechen zu lassen. Hier ein paar Tipps, um dies zu vermeiden. 

Zeckenstich vermeiden

  • Aufenthalt im hohen Gras und Unterholz meiden
  • Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen
  • Beim Aufenthalt im hohen Gras und Unterholz Hosensäume in die Socken stecken
  • Helle Kleidung tragen, so erkennt man die Zecken besser
  • Insektenspray verwenden
  • Nach einem Spaziergang den Körper auf Zecken absuchen – diese sind ungefähr stecknadelgross und dunkel gefärbt

Falls eine Zecke dennoch zugestochen hat: So schnell wie möglich entfernen. Am besten mit einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte. Im Notfall kann man sie auch mit den Fingern rausziehen. Unbedingt schauen, dass der Kopf mitkommt. Auf keinen Fall sollte man sogenannte «Hausmittel» anwenden, sprich sie mit Öl oder Leim abdecken. 

Franziska Kohler, March24/ Linth24/Goldküste24