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23.05.2022

Seit 60 Jahren Tiere hautnah erleben

Franco Knie jun. und Franco Knie sen., der jetzige und der ehemalige Verantwortliche des Kinderzoos, freuen sich über den guten Saisonstart. Bild: zvg
Knies Kinderzoo in Rapperswil feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Franco Knie sen. und Franco Knie jun., der ehemalige und der jetzige Verantwortliche, blicken zurück.

Am 10.Juni 1962 – an Pfingsten – wurde der Kinderzoo durch die Gebrüder Fredy und Rolf Knie sen. (5.Generation) eröffnet. Franco Knie sen., Rolfs Sohn, war damals acht Jahre alt und erinnert sich: «Der Circus Knie hatte bereits damals sein Winterquartier in Rapperswil.

Mein Vater und mein Onkel hatten die Idee, für die älteren Tiere, die nicht mehr mit dem Circus mitreisen, einen Zoo zu bauen.» Alle Schulklassen von Rapperswil waren an die Eröffnung eingeladen, darunter auch die Klasse des kleinen Francos. 

Kindheitserinnerungen kommen auf

Begonnen wurde mit einem Streichelzoo. «Die Kinder sollten die Tiere hautnah erleben können. Diese Philosophie leben wir heute noch», führt Knie aus. 

Als einen der Meilensteine nennt Franco Knie sen. die Ankunft der Delfine 1965: «Das waren die ersten Delfine in einem Binnenland. Gleichzeitig lief die Serie ‹Flipper› im Fernsehen.» Als weiteren Meilenstein bezeichnet er die erste Elefantengeburt in der Schweiz 1963.

  • Links: Die Elefantengeburt 1963 bezeichnet Knie sen. ebenfalls als einen Meilenstein. Rechts: Wer hat auch schon auf diesem Wal geturnt? Bild: zvg
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  • Links: Die als eine der Meilensteine genannte Elefantengeburt 1963. Rechts: Die Durchlassfiguren sind ebenfalls kennzeichnend für den Knie Kinderzoo. Bild: zvg
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In den vergangenen 15 Jahren realisierte die Familie Knie diverse neue Anlagen, angefangen von der Giraffenanlage über den rund 6500 Quadratmeter grossen Elefantenpark Himmapan und die Himmapan Lodge bis hin zum multifunktionalen Zauberhut, der für Veranstaltungen gemietet werden kann. 

Auf negative Punkte angesprochen, überlegt Franco Knie sen. lange. «Etwas wirklich Negatives kann ich nicht nennen. Es gibt traurige Momente, wenn man sich von Tieren, mit denen man jahrzehntelang zusammengearbeitet hat, verabschieden muss», sagt er. 

Tiere eins zu eins erleben

Verändert hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Grösse des Zoos, sondern auch die Tierhaltung. «Als Mitglied von Zoo Schweiz ist es wichtig, die Anforderungen bezüglich Tierhaltung zu erfüllen sowie bei Artenschutz, Zuchtprogrammenund der Edukation mitzumachen», so Knie.

Tiere hautnah miterleben – zum Beispiel per Kamelritt. Bild: zvg

Momentan haben 45 Tierarten und -rassen respektive 500 Tiere ihr Zuhause im Kinderzoo. Diese können nicht nur betrachtet, sondern bei diversen Attraktionen hautnah erlebt werden. So bietet der Kinderzoo unter anderem «Affenfrühstück», «Giraffen-Spezial», «Elefanten ganz nah», «Ein Tag als Tierpfleger» oder diverse Führungen an. «

Zehn Monate offen

Erstmals hat der Kinderzoo in diesem Jahr zehn Monate offen, vom 5. Februar bis 27. November. «Die Idee hatten wir schon länger. Das Klima verändert sich, und durch den Zauberhut ist es uns möglich, Aktivitäten drinnen durchzuführen», erklärt Franco Knie jun.

Und wie feiert der Kinderzoo seinen 60. Geburtstag? «Wir starten zwar einige Kampagnen, feiern uns selbst aber nicht gross», antwortet Sinniger. Das grösste Geschenk sei der am 7. Mai geborene Elefantenbub, das insgesamt siebte Jungtier in der über 100-jährigen Elefanten-Tradition im Hause Knie.

Irene Lustenberger, Redaktion March24 & Höfe24/Goldküste24